Warum es gut und wichtig ist, vom Verfassungsschutz beobachtet zu werden

In einem Linksstaat wie Deutschland ist es für jeden Aufrechten der gegen den Strom schwimmt, eine Ehre, vom Verfassungsschutz beobachtet zu werden. Eine Gehirn-Tätowierung seitens der von Parteien missbrauchten Sicherheitsbehörde ist so etwas wie eine Auszeichnung für „unartiges Benehmen“, sozusagen die Eselsmütze oder der Katzentisch für renitente und schwer erziehbare auf-rechte Bürger.

Man gewinnt an Bedeutung. Man erhält Respekt, wird in den Adelsstand gehoben, man wird beachtet, von oberster Stelle sogar. So viel hochrangige Aufmerksamkeit bekommt man nicht oft im Leben.

Man bekommt sogar einen Orden ans Revers gesteckt. Zwar mit Wanze, aber die wertet den Orden noch auf. Mit diesem Orden ist man nie mehr ganz allein, selbst wenn die Frau einen verlässt, weil sie sich lieber einer Gutmenschen-Gang anschließt (Sicherheit geht vor).
Dabei kann der Verfassungsschutz sogar den Schwermütigsten das Leben ein wenig erleichtern. Er räumt zu Hause auf, macht die Betten, sortiert unseren Kleiderschrank, nachdem er seine Hörgeräte gut verstaut hat und zählt unser Geld auf dem Konto. Er begleitet uns auf Schritt und Tritt, selbst durch die Dunkelheit und an die Stammtische und könnte auch als Zeuge vor Gericht aussagen, falls uns mal so ein hirntoter Antifant in die Quere kommen sollte.
Er trägt für manchen von der Realität arg Geplagten einen Teil der Last. Zum Beispiel speichert er gut sortiert Bilder und Filmchen, die das Leben der dreisten Bürger trefflich dokumentieren. Immer schön lächeln, alles wird für die Nachkommen festgehalten. Er wühlt die Tonnen durch, trennt den Müll verfassungskonform und hilft jedem auf die Sprünge, wenn dieser mal wieder in den sozialen Netzen einen schlimmen Satz verloren hat.
Der VS bringt die Unbeugsamen zwar vom rechten Weg ab, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass sie wieder auf den linken Pfad der Tugend zurück finden. Er bringt somit den Verwirrten wieder in die Spur, gibt ihm Orientierung, lenkt sozusagen das gefährdete Leben, ohne, dass man etwas davon merkt oder sich gar belästigt fühlt. Der VS als Pädagoge, der die Wiedereingliederung in die warme Gesellschaft am linken Ufer dieser Republik möglich macht. Das ist gelebte Nachbarschaftshilfe, denn einen VS-Schnüffler findet man bestimmt in fast jedem Mietshaus.
Mit dem VS landet so manch ein Schmuddelkind wieder wohl behütet in den Armen der erziehungsberechtigten Regierung.
Der VS ist unser Qualitätsmanager, unser Gutachter, der permanent uns und unsere Umgebung abscannt und damit dafür sorgt, dass sich nicht allzu viel menschlicher Mist um uns herum ansammelt.
Wenn man Glück hat, kommt der VS in Form einer scharfen Braut oder eines knackigen Kerls daher, die oder den man flachlegen kann, ohne sich groß anzustrengen. Wer braucht da noch einen Standesbeamten.
Allein dafür sollte man ihm zutiefst dankbar sein. Und deshalb sollte man ihm auch ein wenig entgegenkommen. Es lohnt sich. Erzählt man dem VS was vom Weihnachtsmann, so kann er sogar die eine oder andere Schandtat, die man in der Vergangenheit vollbracht hat, ungeschehen machen. Der VS kann einem eine weiße Weste verschaffen. Problemlos, lautlos, schmerzlos.
Zugegeben, für Beamte und die anderen Leute, die dem Staat als Angestellte im Öffentlichen Dienst auf Steuerzahlerkosten dienlich sind, könnte so einer Beobachtung problematisch werden. Doch ist die Gefahr, dass man allzu lange unter der Staatslupe brutzelt, ist eher gering. Man muss nur dafür sorgen, dass immer mehr Bürger dem Verfassungsschutz auffallen. Dann haben wir irgendwann nur noch zwei Sorten von Menschen in Deutschland: Die einen, die beobachten und die anderen die beobachtet werden, alles schon mal da gewesen.
Es gibt natürlich auch Typen, die beides können – und was macht mehr Spaß, als den Verfassungsschutz zu beobachten, der Widerspenstigen Zähmung wird eh nicht gelingen.

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