Was ist ein “Flüchtlingsbürger”?

von Gastautor Dr. Wolfgang Hintze
Mein Blick fällt auf die Überschrift einer Randnotiz auf Seite 4 des heutigen Tagesspiegels. Ich bleibe bei dem Wort “Flüchtlingsbürger” hängen und überlege, was das wohl sein mag, ein Flüchtlingsbürger. Wahrscheinlich wieder so ein neues politisch korrektes Wort, vielleicht für einen Flüchtling, der bereits eingebürgert wurde … aber warum wird nur die männliche Form verwendet …?
Das Problem löst sich schnell, als meine Frau sagt “da steht doch gar nicht ‘Flüchtlingsbürger’, sondern ‘Flüchtlingsbürge’”, also ohne “r” am Ende!
Neugierig geworden lese ich die kurze dpa-Meldung [1] durch:

Staat übernimmt Kosten von ‘Flüchtlingsbürgen’ anteilig
Bund und Länder wollen ‘Flüchtlingsbürgen’ finanziell unter die Arme greifen, die von den Behörden falsch informiert wurden. Er sei froh, dass es nun eine Lösung gebe, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Donnerstag in Berlin. Die Hilfe werde mit einem ‘niedrigen zweistelligen Millionenbetrag’ zu Buche schlagen.
‘Flüchtlingsbürgen’ sind Menschen, die sich bei der Ausländerbehörde verpflichtet haben, die Lebenshaltungskosten für einen Flüchtling zu übernehmen.
Diese Verpflichtungserklärungen hatten in den Jahren 2015 und 2016 Tausenden geholfen, ein Visum zu erhalten und so legal nach Deutschland zu reisen. Die genaue Zahl der ‘Flüchtlingsbürgen’ ist öffentlich nicht bekannt.”

Mehr als ein Grund, sich die Augen zu reiben:
Da gibt es also Leute, die ihr Gutmenschentum vor sich und anderen unter Beweis stellen wollten, indem sie durch ihre Bürgschaft, die Unterhaltskosten zu bezahlen, die Einreise von Flüchtlingen legalisierten. Sie geben damit zwar einerseits ein überzeugendes Beispiel für die Aufforderung der Kanzlerin, “illegal” durch “legal” [2] zu ersetzen, andererseits haben sie die guten Sitten vergessen und waren höchst erschrocken, als sie die verbürgte Summe am Ende tatsächlich zahlen sollten.
Die nun gefundene “Lösung” bürdet die Rückzahlung (zumindest einen nicht genannten Anteil davon) kurzerhand der Allgemeinheit auf, hier “Staat” genannt, tatsächlich ist das natürlich der Steuerbürger. Das gewöhnlich vor allem auf Banken gemünzte Prinzip “Gewinne privatisieren – Verluste sozialisieren” feiert hier fröhliche Urständ. Zur Erinnerung: Der Gewinn ist hier das Seelenheil des Gutmenschen.

“Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt” versprach einst Johann Tetzel den Käufern seiner Ablasszettel. Er hätte sich wohl kaum auf eine Bürgschaft anstelle des Geldes eingelassen, so wie das die neuzeitlichen Ablassnehmer tun.
Bemerkenswert an der Meldung ist auch der abschließende Satz “Die genaue Zahl der ‘Flüchtlingsbürgen’ ist öffentlich nicht bekannt.”, denn er sagt ja, dass die “genaue Zahl” dem Amte durchaus bekannt ist, aber eben nicht gegenüber dem zahlenden Steuerbürger öffentlich gemacht werden soll.

Grundsätzlich sollte doch jedem klar sein, dass eine Bürgschaft eine ernste Sache ist.
In Wikipedia lesen wir dazu:

Die Bürgschaft ist in Deutschland ein Vertrag gemäß § 765 BGB zwischen dem Bürgen und einem Gläubiger, durch den der Gläubiger seine Forderungen gegenüber seinem Schuldner für den Fall von dessen Zahlungsunfähigkeit absichern kann.

Es gibt dort Kapitelüberschriften wie “Ausübung von Druck auf Bürgen” und “Rückgriff (Regress) des Bürgen gegen den Hauptschuldner”, aber lassen wir das …

In “grauer Vorzeit” wurde in der Schule noch ein Gedicht des großen deutschen Dichters Friedrich Schiller auswendig gelernt; ein Gedicht mit dem Titel “Die Bürgschaft”, das er im Revolutionsjahr 1789 schrieb, und in dem es drastisch heißt:

Ich lasse den Freund Dir als Bürgen/
ihn magst Du, entrinn ich, erwürgen.

Nun, heute wird nicht der Bürge erwürgt, sondern der Bürger.

Greta, die missbrauchte Umweltikone

Veröffentlicht am
28. Januar 2019
Die Presseschau des Deutschlandfunks vom 26. Januar wählte als Aufmacher die Stimmen zu den Schülerdemos für Klimaschutz. Die Begeisterung war so stark, dass sich Kommentatoren dazu verstiegen, die Schulschwänzerei zu bejubeln. Schließlich dient sie einer höheren Moral.

Seit die 16-jährige Schwedin Greta den “Fridays for Future” ausgerufen hat und seitdem statt zur Schule zu gehen, vor dem Parlament für Klimaschutz demonstriert, ist ihre Aktion zur länderübergreifenden Bewegung angewachsen. Weithin bekannt wurde das Mädchen, als es auf der Klimaschutzkonferenz in Katowice eine Rede hielt, die im Internet übertragen und zum Hit wurde.

Greta, deren Vater ein schwedischer Umweltaktivist ist, sprach eindringlich über die Notwendigkeit, den Co2-Ausstoß drastisch zu reduzieren, ohne zu bemerken, dass diese Klimakonferenzen, die jährlich mit großem Aufwand stattfinden – in Katowice war es das 14. Treffen nach dem Kyoto-Protokoll – eben diese die Co2-Emission drastisch in die Höhe treiben. Dafür sorgt schon die Autoflotille der besorgten Klimaschützer. Greta schien auch nicht zu begreifen, dass diese Konferenzen außer leerem Gerede um den immer gleichen heißen Brei nichts bringen, außer Spesen natürlich und kostenlose Schlemmerei an den üppigen, nicht ganz veganen Büffets.

Seit Katowice ist Greta der Jungstar der Klimaschützerszene. Ihre Rede wurde nicht nur in Deutschland breit kommentiert, die Freitags-Demos bekamen ungeahnten Zulauf. Um den Medienhype nicht abflauen zu lassen entschied sich Greta, oder ihr Aktivisten-Vater für sie, auch in Davos beim Weltwirtschaftsforum aufzutreten. Schon die Reise dorthin war ein PR-Erfolg. Dreißig Stunden mit dem Zug dauerte eine Strecke! Nur Miesmacher bemerkten, dass die junge Klima-Besorgte im Abteil von reichlich Plastikmüll umgeben war.
Auf dem Weltwirtschaftsforum wurde Greta trotz ihrer kurzfristigen Ankündigung, eilfertig ein Forum bereitet, allerdings erst am Freitag Morgen, als viele Konferenzteilnehmer bereits abgereist waren. Was Greta der von ihr als Verbrecher titulierten Wirtschaftselite zu sagen hatte, war mehr als erstaunlich.

„Erwachsene sagen immer wieder: Wir sind es den jungen Leuten schuldig, ihnen Hoffnung zu geben. Aber ich will eure Hoffnung nicht…Ich will, dass ihr in Panik geratet, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre.“
Eine 16-Jährige, die keine Hoffnung, sondern Panik, eine Jugendliche, die ihre Angst, die sie täglich spürt, anderen einimpfen will?

Spätestens da stellt sich für mich die Frage nach der Rolle von Gretas Eltern. Wie können sie es zulassen, dass ihre Tochter eine solche Angstpsychose hat? Was treibt sie, ihre Tochter so der Welt vorzuführen, ihr Kind Angst, Schrecken und Panik propagieren zu lassen?

Welchem Ethos folgen die Journalisten, die Greta bedenkenlos zum Medienstar machen? Auf der Schülerdemo in Davos, wird berichtet, gab es mindestens ebenso viele Journalisten, wie Schüler. Es dauerte einige Zeit, bis sich der Pressepulk so weit geöffnet hatte, dass einige Schüler in die Nähe der neuen Umweltikone vordringen konnten. Was hat ein solches Spektakel noch mit Sorge um die Umwelt zu tun?

“Wenn ich Dinge sage, fühlen sich die Erwachsenen schuldiger“, verkündete Greta in verblüffender Offenheit. Damit kommen wir einer Erklärung für das Ganze nahe. In Zeiten, in denen das Wetter gar nicht daran denkt, sich an die alarmistischen Prognosen der Klimalobby zu halten, in denen es entgegen den Voraussagen auch zwanzig Jahre nach dem behaupteten Ende immer noch Winter in Europa gibt, sogar mit viel Schnee, zweifeln immer mehr Menschen an der so genannten Klimaerwärmung. Da müssen die Klimaschutzprofiteure unbedingt dagegen halten, denn es gibt inzwischen unzählige Klimaaktivisten, die ihren Lebensunterhalt mit dem Kampf gegen die Erderwärmung bestreiten. Fördergelder unterhalten ganze Klimaforschungsinstitute, die Klimaschutzindustrie boomt, der moralische Bonus erhebt jeden Klimastreiter. Da sind Zweifel gefährlich. Die Erzeugung von Schuldgefühlen ist eine wirksame Gegenstrategie. Die Erwachsenen sollen sich schuldig fühlen, damit die Klimalobby weiter machen kann, wie bisher.

Für mich ist der Hype um Greta ein Kindesmissbrauch der schlimmsten Art. Ein Missbrauch, der bei Greta nach eigenem Eingeständnis Angst und Panik erzeugt. Wenn das Mädchen mit dem Asberger-Syndrom unter dem Druck, dem es ohne Skrupel von erwachsenen Aktivisten ausgesetzt wird, zusammenbricht, wird sie bald vergessen sein und die Folgen ihres kurzen Ruhms allein bewältigen müssen.

Die Klimakarawane zieht dann ohne Greta weiter.

Die ewig skeptischen Ostdeutschen und die Kohle-Frage

Von Gastautor Olaf Lorke

Deutschland ist zwar nicht Handball-Weltmeister. Aber Umfrage-Weltmeister. Es vergeht kaum ein Tag, ohne dass Ergebnisse irgendwelcher Umfragen durch die Medien geistern. Im krassen Gegensatz dazu gibt es hierzulande keine Volksentscheide und das wird sich auch nicht ändern.
Aus meiner Sicht lenken und beeinflussen politische Umfragen die Wählerschaft durchaus. So seriös sie auch durchgeführt werden: Es kommt immer auf die Fragestellung an.
Die Zeitungsmeldung über eine Umfrage ließ kürzlich aufhorchen: Nur noch 69 % der Ostdeutschen (einschließlich der Berliner, das ist zu beachten) befürworten die Energiewende! Die Ostdeutschen sind unzufrieden mit dem Management bei der Umsetzung der Energiewende, nur noch 43 % der Bürger im Osten glauben an einen Erfolg (2016 waren es noch 50%). Die Landbewohner sind dabei skeptischer als die Städter.
Leute im Osten, seid ihr denn nie mit irgendwas zufrieden? Müsst ihr denn immer an allem herummäkeln, was unsere Regierung so beschließt? Nun auch noch an der Energiewende und am Kohleausstieg? Könnt ihr denn nicht mal brav sein, so wie es sich für ein gutes und dankbares Volk gehört?
Nun mal im Ernst. Es ist kein Wunder, dass die Menschen auch und gerade bei einem so hoch emotional diskutierten Thema wie der Energiewende oder dem Kohle-Ausstieg skeptisch sind. Sie misstrauen der Kompetenz unserer Regierung auch auf diesem Feld zutiefst.
Vorgestern gab es einen weiteren Bericht in der sächsischen Presse. Es ging um den Zeitplan für den Kohleausstieg, den die so genannte Kohlekommission erarbeiten soll. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) scheint hier eine vernünftige Meinung zu haben: „Man kann nicht gleichzeitig aus der Atomenergie und aus der Kohleverstromung aussteigen. […] die Rahmenvereinbarungen und Abbaubetriebspläne gingen bis in die 40er Jahre hinein.“ Es geht um Hilfe und Ausgleichszahlungen für Kohle-Beschäftigte, Investitionen in die betroffenen Regionen, Entschädigungen für die Betreiber, vernünftige Strompreise usw.
Dass Herr Kretschmer sich jetzt besonders der Sorgen der betroffenen Menschen in Sachsen annimmt, hat natürlich auch damit zu tun, dass er mittlerweile im Wahlkampf für die CDU steht.
Unterstützung bekam Herr Kretschmer vom Vize-Chef des Dresdner ifo-Institut-Ablegers. Auch dieser befürwortet einen langsamen Ausstieg. Es wäre „klimapolitisch kurzsichtig“, in Ostdeutschland moderne Kraftwerke abzuschalten und Strom von veralteten Anlagen in Polen oder Tschechien zu beziehen.
Es lohnt sich übrigens, den Vortrag „Wieviel Zappelstrom verträgt das Netz?“ von Prof. Hans-Werner Sinn, dem ehemaligen Präsidenten des oben genannten ifo-Institutes, anzuhören. Der Titel klingt, als würde es nur um den Strom aus den erneuerbaren Energien gehen. Nein, Herr Prof. Sinn gibt einen umfassenden Überblick über die Energiewende. Er weist beispielsweise darauf hin, dass die Energiewende NUR über Pufferung durch Doppelstrukturen in einer Übergangszeit gelingen kann! Wegen seiner Ansichten, z.B. zu Speichertechnologien, wurde und wird er ja teilweise heftig kritisiert.
Wir schauen einmal näher hin. Was bewegt die Menschen im Osten bezüglich dieses Themas? Warum sind sie so skeptisch?
Die Zweifel an dem von der Politik verfolgten Kurs sind bei vielen Menschen ein „Bauchgefühl“. Die Materie ist technisch wie auch wirtschaftlich sehr komplex.
Die Menschen spüren, dass offenbar nicht auf Fachleute gehört wird, sondern dass hierzulande politische Ideologen das Sagen haben.
Weiterhin befürchten die Bürger, dass ihnen die finanziellen Lasten der Energiewende aufgebürdet werden. Schon jetzt hat Deutschland die zweithöchsten Strompreise in Europa. Das Ganze muss also bezahlbar bleiben. Sie befürchten weiterhin beispielsweise, dass sie bei der „Verspargelung“ der Landschaft durch Windräder nicht gefragt und einbezogen werden. Und es gibt noch mehr Dinge, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte.
Um nicht missverstanden zu werden: Der Ausbau so genannter erneuerbarer Energien aus Sonne, Wind, Biomasse usw. ist zu begrüßen! Vielleicht blickt die Menschheit ja in 100 Jahren auf das 21.Jahrhundert zurück als einen Zeitraum, in dem im Prinzip allein aus Sonnenenergie, die ja „unendlich zur Verfügung steht“, die Energieversorgung gerettet wurde. Zum Beispiel durch riesige Solar-Felder, virtuelle Kraftwerke, intelligente Öko-Strom-Netzwerke, Demand Side Management (Achtung: Planwirtschaft!), Wasserstoff- und Methanspeicher, gigantische Batteriespeicher, Wärmepumpen zur Gebäudeheizung usw. Es könnte ja sein, dass die Grünen-Chefin Annalena Baerbock einst recht behält mit der Behauptung, Strom ließe sich im Netz speichern (natürlich nicht im Wechselstrom-Netz, aber das wird Annalena vermutlich nicht wissen).
Vieles ist möglich. Wir sollten uns aber nicht auf Technologien verlassen, die es großtechnisch noch gar nicht gibt oder die einen schlechten Wirkungsgrad haben. Denn die Energiewende soll JETZT vollzogen werden!
Die Energiewende hat viele Facetten. Meistens konzentriert sich die Diskussion jedoch auf die “Stromwende“, da sich das politisch am einfachsten verpacken lässt.
An dieser Stelle soll es heute nur um den Kohle-Ausstieg gehen. Ein Drittel des verbrauchten Stromes kommt aus Kohlekraftwerken. Die Kohle selbst wird zu drei Viertel zur Stromerzeugung verwendet (ca. 180 TWh,). Der größte Teil des Restes wird für die Stahlherstellung gebraucht.
Braunkohlekraftwerke decken (im Moment noch neben den Kernkraftwerken) den Grundlastbedarf ab (2014 war das eine verfügbare Leistung von 35.000 MW).
Steinkohlekraftwerke sind für die Mittellast zuständig, ebenso wie die Gaskraftwerke, die auch den Spitzenbedarf abdecken. In den Verbrauchsspitzen kommen dann noch die Pumpspeicherwerke zum Einsatz.
Seit Jahren kommen die erneuerbaren Energien dazu, also Photovoltaik und Windstrom (Biogas-Kraftwerke werden vermutlich in Zukunft keine wachsende Rolle spielen). Der volatil daherkommende Öko-Strom wird bevorzugt eingespeist, was hohe Anforderungen an die Regelung der konventionellen Kraftwerke stellt.

Steinkohle
Dass die Steinkohle-Förderung in Deutschland Ende 2018 eingestellt wurde, halte ich für eine vernünftige Entscheidung und der Strukturwandel im Ruhrgebiet scheint einigermaßen seicht über die Bühne zu gehen, auch wenn es Betroffene vielleicht etwas anders sehen.
Zur Stromerzeugung betreiben wir in Deutschland weit über 60 Steinkohle-Kraftwerke und importieren die Kohle nun also zu 100%! Zum Beispiel aus Kolumbien oder den USA. Über die dortigen Abbau-Bedingungen schweigen sich die Energiekonzerne gerne aus.
Zur Stahlherstellung ist die Steinkohle aus heutiger Sicht unverzichtbar. Nach meinem Wissen ist bisher nicht klar, wie die Stahlerzeugung bei einem Kohleausstieg in Deutschland erfolgen soll.

Einheimische Braunkohle
Ich selbst bin in einer typischen Braunkohleregion der DDR aufgewachsen. Nahezu alles im Dorf war irgendwie mit der Kohle verbunden. Eine Landschaft „zum Verlieben“ war das nicht. Aber es ging so und nur so. Die Genossen haben alles aus der Kohle herausgeholt, was möglich war. Die Braunkohle hielt die DDR am Laufen.
Die DDR war weltweit Spitzenreiter in der Braunkohleförderung! In der Hoch-Zeit förderte man 300 Millionen Tonnen Braunkohle pro Jahr!
Im heutigen Deutschland fördert man immerhin noch 170 Millionen Tonnen, noch gut 20.000 Menschen sind in der Braunkohle beschäftigt. Aber wer weiß eigentlich, wie gigantisch die Braunkohlvorkommen in Deutschland sind? Halbwegs wirtschaftlich könnte man sage und schreibe 40 Milliarden Tonnen schürfen! Siehe hier.
Wir könnten mit einheimischer Braunkohle noch über mehrere Generationen all unsere Energieprobleme und bestimmte Veredlungsprozesse klären. Deutschland könnte sich zurücklehnen und zu den anderen sagen: Nun macht mal los mit euren erneuerbaren Energien.
Das geht natürlich nicht. Deutschland ist Vorreiter in der Welt und kann die eigenen Klimaschutzziele bis 2030 bzw. 2040 NUR durch den geplanten Kohleausstieg schaffen. Vor allem Braunkohle ist nachgewiesenermaßen der Haupt-Verursacher des CO2-Ausstoßes.
Anmerkung: Man könnte ja in Frage stellen, ob das von Menschen erzeugte CO2 überhaupt verantwortlich ist für den Klimawandel. Das tue ich ausdrücklich nicht. Niemand kann das Gegenteil beweisen. Die Mehrzahl der Wissenschaftler wird wohl recht haben.

Die „Dekarbonisierung“
Ganz aktuell: Die Kohlekommission der Regierung hat sich gestern auf einen Kohleausstieg bis 2038 verständigt. Bis spätestens dahin soll es keine Stromerzeugung mehr aus Kohle geben. Drei Gigawatt Braunkohle, zunächst im Westen, sollen bereits 2022 vom Netz gehen – wie auch die Atomkraftwerke. Bis 2030 soll die Kohle-Leistung halbiert werden.
Man hat sich also entschieden, die Kohle weitestgehend dort zu lassen wo sie ist und diesen Energieträger nur noch als Übergangslösung zu sehen. Die Politiker müssen diesen Schritt, den man als durchaus mutig bezeichnen kann, umsetzen.
Wo also kommt ab dem Jahr 2038 unser Strom her? Glaubt hier jemand, dass dann der komplette Energiebedarf durch erneuerbare Energien abgedeckt werden kann? Die Rolle der Kohlekraftwerke können zunächst nur Gaskraftwerke übernehmen, die einen geringeren CO2-Ausstoß haben, aber auch teuer sind. Momentan sind das 45 Gigawatt.
Die Dekarbonisierung der deutschen Wirtschaft ist ein hehres Ziel. Ich möchte aber folgendes zu denken geben:
Deutschland hat nur einen winzigen Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß. Auch aufgrund des Emissionshandels gilt: Was WIR nicht verbrennen, verbrennen andere. Was wir nicht emittieren, emittieren andere (siehe Prof. Sinn). Man darf nicht übersehen, dass gegenwärtig überall, z.B. in China, aber auch in Osteuropa, neue Kohlekraftwerke gebaut werden. Das hängt auch mit der teilweise quotierten massiven Einführung der Elektromobilität zusammen.

Schluss mit Ideologie
Man hofft, dass die Entscheidung der Kohlekommission einen guten Kompromiss darstellt. Vielleicht beginnt nun auch einmal ein Umdenken bei den Grünen, die am liebsten heute als morgen sowohl aus der Atomkraft als auch aus der Kohle aussteigen wollen und keinen Schritt weiter denken. Sie müssen sich klar machen, dass der Zeitraum des Übergangs von fossilen zu erneuerbaren Energieträgern nicht innerhalb weniger Jahre zu schaffen ist. Sie müssen aufhören, „Aktivisten“ zu spielen, auf Bäume zu klettern und unsere Jugend kirre zu machen.
Diese Partei müsste eigentlich die besten Kompetenzen in den Bereichen Natur, Umweltschutz und Energieversorgung haben. Weit gefehlt! Hört man sich die Aussagen führender Grünen-Politiker(innen) gerade zur Energiewende an, kann man nur den Kopf schütteln.
Liebe Ostdeutsche! Ihr könnt in diesem Jahr von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Schaut genau hin, wer welche Ziele verfolgt und welche Wirkung diese für unser Land und jeden Einzelnen entfalten können. Da reichen nicht „coole“ Spitzen-Leute, die offenbar „ziehen“. Registriert aufmerksam, was sie bezüglich der Energiewende von sich geben. Es geht eben nicht nur um Migrationspolitik oder die nahezu sichere Ablehnung der Festlegung sicherer Herkunftsstaaten im Bundesrat. Auch bezüglich der Energiewende müssen die Grünen an ihren Zielen und den Folgen gemessen werden. Die Grünen sind in einer sehr bequemen Position. Sie sitzen in der Opposition, lenken aber eine Kanzlerin und bestimmen, was hierzulande gemacht wird und was gesagt werden kann.

Zum Abschluss noch ein dazu passendes Zitat:
„Die Energiewende […] weckt den Anschein […] als könne der gigantische Energieverbrauch, den sich die Menschheit in Zeiten fossilen und atomaren Überflusses angewöhnt hat, eins zu eins durch die Erneuerbaren abgedeckt werden […] Das ist ein Trugbild, an das vor allem die meist grünen oder grün angehauchten Wählerschichten in den großen Städten glauben, die sich mit ihrem Ökostrom-Abo ein gutes Gewissen kaufen […]“

Deutschland bleibt mit uns bunt und weltoffen

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(Achill Patras) Das patriotische Lage hat erfolgreich das Adjektiv „alternativ“ erobert. Wenn heute etwas als alternativ bezeichnet wird, schrecken linken Gutmenschen auf und rufen „Nazi raus“! Vor zehn-Jahren war alternativ noch links. Das ist der wohl größte diskursive Erfolg, den wir verbuchen können. Als nächstes müssen wir Patrioten die Adjektive „bunt“, „weltoffen“ und „Vielfalt“ erobern.
Im veröffentlichten Diskurs in Deutschland reklamieren die politisch korrekten links-grünen Gutmenschen das Adjektiv „bunt, weltoffen und Vielfalt“ für sich. Wortführer*innen wie Claudia Roth vertreten die Meinung, dass sie das letztes Bollwerk gegen eine drohende nationalsozialistische Machtergreifung wären. Mit uns bleibt Deutschland bunt, ohne uns wird es braun, lautet das Narrativ.
Dabei heiligt der Zweck die Mittel. Von Zensurmaßnahmen im Internet bis zum gewaltbereiten Antifa-Schläger ist alles erlaubt. Wie eine aktuelle Umfrage des INSA Institutes für Tichys Einblick ergab, zeigen 9,9% der SPD Anhänger und 7% der Grün*innen „Verständnis“ für Gewalt gegen die AfD.
Fantische Willkommenskultur bedroht die Vielfalt in Deutschland
Diese linksautoritäre Haltung stellt dabei die eigentliche Gefahr für die freiheitliche demokratische Grundordnung dar. Gepaart mit einer fanatisch-naiven Willkommenskultur gefährdet die Linke die aktuelle Vielfalt in Deutschland.
Wenn das patriotische Lager bald die Diskurshoheit gewinnt, wird Deutschland auch in 100 Jahren noch ein weltoffenes deutsches Land sein. Ethnische Deutsche werden die Mehrheit stellen und sich gemeinsam mit assimilierten Menschen unterschiedlicher ethnischer Historie als Deutsche verstehen und eine deutsche Leitkultur verteidigen und einfordern.
Kleinere religiöse Minderheiten von Buddhisten, Hindus, Sikhs, Bahai und Juden werden ihre Religionsfreiheit voll ausleben können und Deutschland mit ihrer Anwesenheit bereichern. Minderheiten grundgesetztreuer Muslime, also Anhänger eines erheblich reformierten Islam, wären ein selbstverständlicher Teil dieses Landes.
Die Asylindustrie destabilisiert Deutschland
Wenn es dagegen der Asylindustrie gelingt, die Einwanderungspolitik weitere 30 Jahre zu bestimmen, wird Deutschland destabilisiert werden. Deutschland würde demographisch kippen und in viele Untergruppen mit gegensätzlicher Identität zerfallen. Die altersmäßig jüngste und stärkste dieser Gruppen wären die Islamisten. Unberechenbare Konflikte mit zahlreichen Ausgangsszenarien sind möglich.
Eine heimische islamistische Machtübernahme und eine IS-Herrschaft sind genauso wenig ausgeschlossen wie eine Invasion des neo-osmanischen Reiches in das Herzland des europäischen Kontinents. Eine Balkanisierung mit dauerhaften, auch kriegerischen Konflikten ist möglich – genauso wie eine faschistische Machtübernahme.
Keines dieser Szenarien ist auch nur im Entferntesten erstrebenswert. Bis auf das Blut der zahlreichen Opfer einer solchen Destabilisierung wäre in Deutschland nichts mehr bunt. IS-Schergen würden unter dem Banner des Propheten mit jeglicher Buntheit „aufräumen“, wie sie es im Nahen Osten bereits geübt haben. Ein neo-osmanisches Reich würde eine Türkifizierung und Islamisierung verfolgen, wie wir in den türkischen Kurdengebieten oder in Nordsyrien aktuell sehen können.
Wenn wir also das aktuelle politisches Handeln und seine Konsequenzen ins Blickfeld nehmen, also Verantwortungsethik und nicht Gesinnungsethik betreiben, setzen sich große Teile der patriotischen Opposition stärker für ein buntes und weltoffenes Deutschland ein, als die linksautoritären Grünen und Roten. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.
Stolz auf die bunte Vielfalt der Patrioten
Das patriotische Lager muss deshalb auch das Adjektiv „bunt“ erobern. Die patriotische Bewegung kämpft für ein buntes Deutschland, nicht für ein braunes. Personen mit phänotypisch sichtbaren Migrationshintergrund wie Serge Menga, Imad Karim, Leyla Bilge oder Mary Khan sind zu Stars des patriotischen Lagers geworden. Auf diese bunte Vielfalt können wir stolz sein. Noch von Quoten-Migranten zu sprechen, geht an diesem Phänomen vorbei. Der Zuspruch für Imad Karim und Co ist einfach zu dauerhaft und zu breit, als dass wir von einem Alibi sprechen können.
Seinen wir in der politischen Auseinandersetzung also selbstbewusst. Wir sollten häufiger deutlich machen, dass sich eine Mehrheit der Patrioten für ein weltoffenes und buntes Deutschland einsetzen und „nur“ dessen Destabilisierung und Islamisierung verhindern will.

Planet Erde muss Insolvenz anmelden

Wenige Giernasen ersticken in 244 Bio. Vermögen

Para dies: Planet Erde ist nicht nur wunderschön, sondern auch reich ohne Ende. Nicht nur reich an auf ihr grassierender Dummheit, Arroganz, Neid, Gier, Eifersucht und Missgunst, nein, auch an Geld. Niemals hätten sich die Dinosaurier einmal träumen lassen, dass dieser Planet in seinem Reichtum von 244 Billionen Dollar förmlich ersaufen könnte. Hätten sie das nur ansatzweise geahnt, wären sie womöglich gar nicht ausgestorben und hätten eisern ausgehalten. Wobei Insider längst wissen, dass eine bestimmte Art von Saurier zusammen mit der Gier überlebt haben muss. Die äußerlichen Merkmale kennen wir als Geldsucht. Im weiteren Verlauf kommen wir noch auf diese Kaste zu sprechen.
Dabei ist der genannte Stand zwar aktuell (drittes Quartal 2018), allerdings mit einer rasant steigenden Tendenz. Allein von Ende 2016 bis zu diesem Zeitpunkt ist das Vermögen nämlich um satte 12 Prozent angewachsen. Das ist einfach phantastisch. Es zeigt auf, was Mutter Erde alles dafür tut, dass es ihren kleinen Schmarotzern richtig prächtig geht. Sie belohnt quasi die Menschheit dafür, dass wir ihr das Letzte aus dem Leib kratzen, um es zu bunten Geldscheinchen zu machen. Wir haben rund 8 Mrd. Erdbewohner und so hat quasi jeder 30.500 Dollar auf der hohen Kante. Also zumindest statistisch gesehen. Vom gerade verhungernden Säugling in Afrika, bis hin zu den richtig fetten Wohlstands-Burgern, die in den hermetisch abgeriegelten Reichenvierteln dieser Welt ihr Dasein fristen.
Wie sage ich es meinem Kinde
Es gibt natürlich auch eine böswillige Form der Berichterstattung zu diesem Thema und darin übt sich besonders der Lügel. Hier machen wir die Probe aufs Exempel: Schuldenmonitor Weltweite Schulden klettern auf 244 Billionen Dollar . Das ist natürlich von vorn bis hinten total verlogen. Sicher wissen wir alle, dass wir ein Schuldgeldsystem haben. Also, dass das, was jemand sein Guthaben nennt, anderer Leute Schulden sein müssen. Sonst würde die satanische Abzocke auf diesem Planeten nämlich nicht funktionieren.
Und daran erkennt man auch die böse Absicht des zuvor erwähnten Mediums. Den Leuten wegen der Schulden ein schlechtes Gewissen machen wollen! Auch das folgt natürlich einem perfiden Plan. Das hat seinen Grund darin, das es hier ein ziemlich fieses Ungleichgewicht gibt. Wäre es halbwegs ausgeglichen, dann hätte die eine Hälfte der Menschheit 61.000 Dollar Guthaben und die andere Hälfte entsprechend 61.000 Dollar Schulden pro Nase. Es ist aber viel schlimmer. Allein die acht reichsten Leute nennen so viel ihr Eigentum, wie die ärmste Hälfte der Menschheit besitzt.
Anders ausgedrückt, es gibt brutal viel mehr Leute die bloß Schulden haben und immer weniger Leute bei denen sich die ausgleichende Guthabenposition stapelt. Jetzt wird auch klar, warum der „Lügel“ lieber über Schulden als über Guthaben redet, gelle. Denn warum soll der Lügel über Leute schreiben, die zu viel Vermögen haben und womöglich auch noch Eigentümer des Lügel sind?
Planet Erde muss Insolvenz anmelden
Aber da hat der Tenor noch nicht ausgesungen, jetzt kommt die übelste Strophe zum Schluss. Der vom Lügel kolportierte Schuldenstand der Welt entspricht in etwa 320% des Welt-Sozialproduktes (rund 76.000.000.000.000 Dollar). Damit ist die Welt, sprich Planet Erde, hoffnungslos überschuldet und befindet sich womöglich längst in der Phase der Insolvenzverschleppung. Nicht einmal Griechenland bringt es auf einen solchen Verschuldungsgrad. Wenn die Erde so weitermacht, steigt die Chance, dass sie tatsächlich noch im Rahmen der Hyperraum-Umgehungsstraße, wegen Wertlosigkeit, weggesprengt wird. Denn ungestraft werden wir sie für diesen Frevel an den Gläubigern nicht davonkommen lassen dürfen.
Naja, eigentlich sind wir ja schon seit Generationen dabei Mutter Erde zu verwerten und bis zum Letzten auszuschlachten. Ein neuer Planet für die schönen Geldbäumchen ist leider noch nicht in Sicht. Da muss die Frage erlaubt sein, wie konnte es überhaupt soweit nur kommen, wenn wir ihr schon das Fell über die Ohren ziehen und doch alles zu Geld machen was wir in die Finger kriegen.
Da hätte doch so eine Überschuldung gar nicht erst entstehen dürfen. Naja, vermutlich liegt genau dort der Pfeffer im Hasen begraben … oder auch umgekehrt. Weil man nämlich das Geld einfach aus dem Nichts wachsen lässt, müssen die Menschen immer härter für das aus dem Nichts entstandene Geld arbeiten und noch mehr Naturalien aus Mutter Erde herauskratzen, um die Zinsen auf das „Nichts“ begleichen zu können, damit es wenigstens denen gut geht, die das Geld (er)schaffen. Eben die kleine Elite, die über alles Vermögen verfügt.
Unschuldige richten hat Tradition
Hmm, dann ist die Pleite also nicht mal von Mutter Erde selbst verschuldet? Richtig, dass sind lediglich die Gier-Nasen, die das Geld einfach so wachsen lassen und die Menschen in Form der Zinsen dafür endlos rackern lassen. Das ist ein ganz prima Geschäftsmodell. Wobei der gesamte Planet (und viele mehr davon) eigentlich längst dem Jesus gehört, was wir hier vorgerechnet haben. Deshalb heißt es ja auch immer, dass das Geld ganz hart arbeiten muss. Das ist richtig, denn wenn man sich das damit verbundene Elend ansieht, dann ist das wirklich verdammt hart und man muss wirklich wegsehen, um das zu ertragen. Tja, ist ziemlich dumm gelaufen und nun ist der Budenzauber bald vorbei. So ein Elend aber auch. Wollen wir mal hoffen, dass die vielen Schuldner nicht bemerken wie sie nach wie vor vera®scht werden.

Für eine Renaissance des Urchristentums: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“

Von Maria Schneider – inspiriert durch folgenden Artikel:
Und zweimal krähte der Hahn: Kardinal Marx distanziert sich vom christlichen Abendland
Würzburg ist in der Tat so etwas wie eine christliche Provinz. An die irischen Missionare Kilian, Kolonat und Totnan erinnert bis heute das alljährliche Volksfest „Kiliani“. In vielerlei Hinsicht liegt Würzburg 20 Jahre hinter der Entwicklung der Restrepublik zurück. Die ursprünglichen, christlichen Werte werden nach wie vor hochgehalten. In den Dörfern hilft man sich ohne viel Federlesens. Noch ist nicht alle kommerzialisiert und monetarisiert. Bis heute sieht man junge Leute, die in Palästinensertüchern Jugendaktivitäten anbieten, die es bereits so schon vor 20 Jahren gab, in anderen Städten jedoch in Vergessenheit geraten sind.
Noch gibt es altmodische, eigentümergeführte Läden. Noch fühlt man sich in der Stadt unter Gleichen relativ aufgehoben und geborgen.
Auch Würzburg ist zunehmend linksgerichtet
Doch auch hier ändern sich die Zeiten. Wer mit Studenten zu tun hat, wird feststellen, dass sie die Mehrzahl links und humanistisch, pro-Flüchtling denkt. Die konservative Elite lebt in durch Geld abgeschottete Stadtteilen und versucht, mehr oder weniger verdeckt, die ungute Entwicklung Richtung „No borders“ einzudämmen.
Starrheit in der Institution Kirch gepaart mit Idiotenmitleid und falscher Toleranz
Die bärbeißige, leitende Schwester eines renommierten, katholischen Kindergartens wurde nach der Rente von einem „linken“ Leiter ersetzt. Seitdem sieht man dort Mütter mit Kopftuch und gar eine komplett schwarz verschleierte Mohammedanerin – einzig das Gesicht ist noch frei – die sich regelmäßig darüber beschwert, dass der katholische (!) Kindergarten zu religiös sei. Als es ein Gruppengebet mit Eltern gab, hielt diese Mutter ihr Kind davon ab, das Kreuzzeichen zu machen. Macht aber nichts, wir sind doch tolerant.
Wie kommt es, dass christliche Werte derart unterlaufen werden, dass sich Nächstenliebe in Idiotenmitleid verwandelt hat und die Kirchen nur noch an Weihnachten voll sind, weil die Eltern ihre Kinder beim Krippenspiel fotografieren wollen?
Ich hätte da einige Antworten:
Unvergessen der neue Bischof vor ca. 30 Jahren im Dom, der vor versammelter Gemeinde über seinen, teuren, goldenen Hirtenstab schwafelte und ihn stolz präsentierte. Voll Abscheu verließ ich die Kirche.
Frauen in hohen Kirchenämtern, nein danke.
Unvergessen auch die christliche Jugendgruppe „Kreis junger Missionare“, in der Mädchen nur geduldet wurden, nicht, ohne ihnen regelmäßig die Erbsünde, die Schlange und die Rippe vorzuhalten, oder, dass man „ihnen ihr freches Maul schon irgendwann stopfen würde“, so einer der Mönche mit besonders fettem Schmerbauch. Nervig, diese Mädchen, wo man doch eigentlich die Jungs als Pfarrer heranziehen wollte.
Unvergessen auch mein Entsetzen, als ich erfuhr, dass bis zu 3 Kinder eines Pfarrers lässig finanziert werden, solange die heimliche Geliebte nicht in den Vordergrund tritt. Daher war ich dann auch ganz locker, als meine Schulfreundin einen Mönch aus dem Kloster wegheiratete, der Interessantes zu berichten hatte: Das Gelübde der Armut ein Witz, Treffen mit schwulen oder heterosexuellen Geliebten kein Problem, auch ein eigenes Auto ist machbar.
Unvergessen mein Schaudern angesichts der armen, pickligen, verklemmten, jungen Männer mit fettigem Haar in der Jugendgruppe, die zum Priesteramt verdammt worden waren, weil „der Obba krank war und die Omma des Gelübde gemacht hat, dass, wenn der Obba widda gsund is, der Bu’ a Pfarrer wird.“
Wohl erinnere ich mich auch noch an Gläubige, die fest davon überzeugt waren, dass man sich „untenrum“ nicht waschen dürfe – große Sünde! Auch an die zahllosen Gottesdienste meiner Jugendgruppen für das ungeborene Leben, dem die Kirche jedoch nach der Geburt völlig gleichgültig gegenüberstand.

Zöllibat schafft Leid
Nicht zu vergessen die jungen Frauen, denen das Herz herausgerissen wurde, weil ihre Freunde sich doch für den Weg des Pfarrers entschieden und die Beziehung aus jugendlicher Dummheit und Idealismus tatsächlich beendet hatten.
Und dann die irrwitzigen Diskussionen, bei denen selbst Frauen die Meinung vertraten, dass Mädchen nicht ministrieren sollten, weil sonst die armen Männer im Gottesdienst abgelenkt werden würden. Männer, ihr seid schon arm d’ran – entmündigt und komplett den Trieben ausgeliefert.
Dann schließlich der Schock, als ich Theologie studieren wollte und feststellen mußte, dass Frauen auf Grund das Naturgesetzes nur zum Pflegen, Gebären, Kirchenbänke putzen, Altarblumen arrangieren und als Pastoralassistentin ( = Zuarbeiterin des Pfarrers, Gefäß für Seelenmüll und sonstige unliebsame Aufgaben) taugen. Einzige Karrieremöglichkeit: Frauenkloster mit Schule, Kindergarten oder als Zuflucht für „gefallene Mädchen“.

Männerwirtschaft ohne Ende
Ja, sind wir denn im Orient? Ich denke schon, kommt doch auch das ursprüngliche Christentum daher und hält im Katholizismus – trotz zahlreicher Reformen – unerbittlich an der Männerwirtschaft fest, auch wenn das bedeutet, Pfarrer aus Afrika zu rekrutieren, die bei einer Beerdigung dann auch schon mal von „der Leiche“ reden.
Eines muss man der Kirche jedoch lassen. In punkto Travestie ist sie durchaus progressiv. Man nehme nur die schicken Rüschenunterröckchen der Pfarrer und Bischöfe, die kleiderartigen Gewänder, die coole Mitra und – nicht zu vergessen – die goldenen Stickereien und den Ornat, die Versace und sämtlichen Drag Queens alle Ehre machen würden. Stichwort „Protz Bischof“ Franz-Peter Tebartz-van Elst, der für seinen pompösen Glöööckler-Stil auch noch fürstlich mit einer Stelle im Leitungsteam des päpstlichen Rates entlohnt wurde.
Schon einmal auf einer Versammlung mit orthodoxen und katholischen Würdenträgern gewesen? Schwarze Raben sinken auf ein Saatfeld herab. Die wenigen anwesenden Nonnen, die es wagen, gegen das Naturgesetz aufzumucken, werden ganz schnell wieder an ihren Platz verwiesen.

Frauen nur zu Niederem berufen
Bei einer Kommunionfeier durfte ich wieder einmal erleben, dass der blutleere Pfarrer von zwei „Kollegen“ in vollem Ornat unterstützt wurde, von denen einer eindeutig an der Grenze des Schwachsinns war. Aber, was soll’s: Hauptsache ein Mann. Der andere Assistent, dessen intellektuelle Kerze auch nur schwach leuchtete, wählte unter den Kommunionkindern zwei Jungs aus, die sakrale Gegenstände zum Altar tragen und dem Pfarrer assistieren durften, während ein Mädchen mit der Kommunionkerze hinterhertappen durfte. GOTT SEI DANK ist da noch die Welt in Ordnung.
Wundert sich tatsächlich noch jemand darüber, dass viele Frauen spätestens nach dem Abitur der katholischen Kirche den Rücken kehren, wenn sie merken, dass sie dort nur zu Niederem berufen sind? Diese Frauen sind es, die – wegen der Ablehnung des Weiblichen heimatlos geworden – in der Welt auf Sinnsuche umherirren.

Missbrauch und wieder einmal, „Frauen, nein danke“.
Erwähnt werden sollte auch der beliebten Hochzeitspfarrer Pater M. auf dem Würzburger Käppele, der wegen Kindesmissbrauchs dorthin verbannt und schließlich vom Vatikan deswegen schuldig gesprochen. Als eine Vertuschung nicht mehr möglich war, wurde er zwar vom Käppele abgezogen, durfte jedoch in einer kirchenfinanzierten Wohnung im besten Stadtteil direkt neben einer Familie leben. Auch um seine Ernährung musste er sich keine Sorgen machen, kamen doch jeden Tag gläubige, ältere Damen vorbei und tischten ihm frisch gekochte Gerichte auf. Warum auch nicht? „Es ist doch schon so lang her. Irgendwann muss des doch auch einmal vorbei sein. Lasst doch den armen Mann in Ruh’.“
Und noch eine letzte Anekdote: Eine evangelische Würdenträgerin besuchte vor ein paar Jahren den Vatikan, wo sie von einem der Mitarbeiter empfangen wurde, der sie vor Beginn der Sitzung darüber informierte, wie entsetzlich es für ihn sei, dass eine Frau diese heiligen Räume durch ihre Anwesenheit „entweihen“ würde. Noch Fragen?
Rede ich nun der evangelischen Kirche das Wort, wo Frauen seit langem das Priesteramt ausüben? Eher nicht, sind mir doch dort viel zu viele Käsefrauen unterwegs, die von „braunen“ Großeltern faseln oder Strohmänner, die wieder einmal im Namen einer Idiotentoleranz gemeinsam mit dem Marxisten ihr Kreuz auf dem Tempelberg ablegen. Den Imam möchte ich sehen, der aus falscher Rücksichtnahme seine Glaubensinsignien ablegen würde.

Kirchen als Selbstbedienungsläden
Hier wie dort ist die Institution Kirche inzwischen zu einer Institution mutiert, wo sich – wie in der Regierung – Dumme und Lebensuntaugliche mit überflüssigem Engagement überflüssige, hoch dotierte Posten sichern, um so ihren Reichtum und Status in der Gemeinde zu mehren und nebenbei noch weitere Geschäfte zu machen.
Wie sieht es heute nun mit dem „Schutz ungeborenen Lebens“ aus? Soweit ich dies beurteilen kann, befassen sich die ehrsüchtigen Gläubigen (Jesus hätte sie „Pharisäer“ genannt) intensiv mit dem geborenen Leben der „Flüchtlinge“, während in so mancher Gemeinde deutsche Obdachlose regelmäßig daran gehindert werden, die Gemeindetoilette zu benutzen.
Was hätte wohl Jesus, dessen Lebensgefährtin Maria Magdalena eine Prostituierte war, zum Zustand der heutigen Kirchen gesagt? Was würde er zum Zöllibat, zur dienenden Rolle der Frau, zur Lauheit des heutigen Christentums und zum Spruch „Die Frau möge in der Kirche schweigen“ sagen, der erst viel später auf Griechisch in die Bibel eingeschmuggelt wurde?

TEIL 2
Deutsche heute: Wurzellos, wie Blätter im Wind
Jeder Mensch sucht Rückbindung, Religion und spirituellen Halt. Welche Wahl haben intelligente Menschen jedoch heutzutage, nachdem sich die Kirche als korrupter Männerhaufen mit durchgeknallten Weltverbesserinnen entpuppt hat?
Was bleibt ihnen, wenn – gerade bei Frauen – Exkurse in die Esoterik und das Shoppen bei exotischen, fernöstlichen Ritualen ausgedient haben? Wie geht man heute mit den letzten Sinnfragen um? Womit soll das entstehende Vakuum, die Sehnsucht nach spirituellem Inhalt gefüllt werden? Wo ist mein Platz? Was will ich wirklich aus meinem Leben machen?
Womit befüllt man Menschen, die ihrer Religion, ihrer Kultur und ihrer Wurzeln beraubt wurden? Antwort: Idealismus, Humanismus, Egalitarismus als Ersatzreligion.
Hier wieder eine kleine Geschichte. Die Tochter einer Bekannten ist tatsächlich (und nicht auf Grund mütterlicher Hirngespinste) hochbegabt. Widerwillig schickte die Mutter sie schließlich in eine Hochbegabtenklasse, weil das Mädchen schlicht unterfordert war. Seitdem ist es überglücklich.
Was sagen andere Mütter dazu? „Muss Deine Tochter wirklich in diese Hochbegabtenklasse? Kann sie sich nicht einfach mal an die anderen Schüler in der normalen Klasse anpassen?“
Eine Tiefenanalyse zeigt, dass solche Aussagen exemplarisch sind für die grassierende, gesellschaftliche Krankheit der Gleichmacherei in den westlichen Ländern – speziell in Deutschland.
Statt christlicher Nächstenliebe regieren Neid und Rachsucht
Eigentlich meinen diese Mütter: „Du hast Dich an der neuen Ersatzreligion „Gleichheit für alle“ versündigt. Du hast es gewagt, Deine Tochter höher als mein Kind zu stellen. Dadurch hast Du mein Kind herabgesetzt und mich gekränkt. Ich mißgönne Dir, dass Du Deinen Status durch die hohe Intelligent Deines Kindes erhöht hast. Ich nehme Dir übel, dass ich darauf gestoßen werde, dass mein Kind vielleicht nicht so begabt ist und ich mich dadurch auf einen geringeren Status degradiert fühle.“
Hinzu kommen unterschwellige Drohungen, die subtil voller Lust – auch auf Kosten des unschuldigen Kindes – ausgelebt werden:
„Solltest Du „frecherweise“ weiter aus dem Gleichschritt ausscheren und Dein Kind weiter in diese Hochbegabtenklasse schicken, musst Du damit rechnen, dass ich versuchen werde, das Fortkommen Deines Kindes zu behindern und Dich zu benachteiligen, wo es nur geht. Denn es darf nicht sein, dass Du es wagst, mit Deiner Tochter aus einer Masse von Gleichen unter Gleichen hervorzustechen.“
Zwar ist die Analyse etwas lang, aber der Mühe wert, denn solche unausgesprochenen Konflikte und Gefühle gären inzwischen überall. Sie dürfen jedoch wegen der „Friede-Freude-Eierkuchen-Vorgabe“ nicht gelöst werden und vergiften so allmählich fast die gesamte Gesellschaft.
Was würde Jesus zu heutigen Religion der Gleichmacherei sagen?
Wie war das nochmal mit dem Scheffel?
Wer erinnert sich noch daran, dass man früher häufig darauf hingewiesen wurde, sein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen, falsche Bescheidenheit im Gegensatz zu heute also nicht so gern gesehen wurde. Was zählte, war Leistung, die auch belohnt und nicht bestraft wurde.
„Niemand zündet ein Licht an und setzt es an einen heimlichen Ort, auch nicht unter einen Scheffel, sondern auf den Leuchter, auf daß, wer hineingeht, das Licht sehe.“ (Luk 11,33)
Oder man nehme das Gleichnis der Talente (Mtt 25, 14 – 30). Ein Herr verreist und gibt seinen drei Dienern jeweils fünf, zwei und ein Talent/e (sprich: Geld). Bei seiner Rückkehr erfolgt die Abrechnung. Die ersten beiden Knechte haben die Talente gemehrt und werden dafür gelobt. Der dritte Knecht hatte aus Ängstlichkeit (sich hervorzutun) sein einziges Talent vergraben und wurde vom Herrn gerügt: „Wer hat, dem wird gegeben; wer nicht hat, dem wird genommen.“
Talente und Leistung sind unerwünscht
Unser Wort „Talent“ stammt von diesem Gleichnis ab. Eine gängige Interpretation des Gleichnisses ist, dass man in sein Talent investieren und es nutzen soll, sei dies nun rein materiell oder als Begabung.
Was wir jedoch heute erleben, ist die allgegenwärtige Forderung, sein Talent zu verstecken, sich klein zu machen, sich regelrecht wegen einer Begabung zu schämen, nicht aufzufallen und sein Licht unter den Scheffel zu stellen, statt es leuchten zu lassen.
Falsche Rücksichtnahme erstickt jedes Licht
Warum? Damit Untalentierte oder jene, die weniger begabt oder einfach faul sind, sich nicht zurückgesetzt fühlen. Diese falsche Rücksichtnahme, dieses Idiotenmitleid ist die Pest unserer Zeit und wiederspricht dem christlichen Auftrag, seine Talente zu nutzen und seinen Platz im Leben einzunehmen.
Streng genommen wird den Menschen im Namen der Gleichheitsreligion heute ihre Lebensaufgabe genommen. Es wird ihnen versagt, ihr volles Potential zu entfalten und ihr Leben in Fülle zu leben. Wundert es da noch, wenn immer mehr Menschen depressiv werden und nicht wissen, wer sie sind und was sie wirklich wollen?
Was sagt Jesus? „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“
„Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.
Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen, lässt die Schafe im Stich und flieht; und der Wolf reißt sie und zerstreut sie. Er flieht, weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt.“ (Joh 10, 9 – 13)
Dieses Gleichnis bringt die heutige Lage des Christentums auf den Punkt. Christen (= Schafe) im Orient wie im Westen sind den Wölfen (= Christenverfolgung) hilflos ausgeliefert, weil bezahlte Knechte (Bischöfe etc.) beim Anblick des nahenden Wolfes (eingewanderte Vergewaltiger und Mörder – nein, nicht alle sind so, ok, Herr Maas?) die Schafe im Stich läßt und flieht.
Trumps Gesetz zum Schutz verfolgter Christen
Kürzlich unterzeichnete Trump am 11. Dezember 2019 den Iraq and Syria Genocide Relief and Accountability Act (HR390), der die Verfolgung von Christen und Jesiden im Irak und in Syrien als Völkermord anerkennt. Irgendwelche positiven Reaktionen hier bei unseren Kirchenhirten? Fehlanzeige.
Für mich persönlich ist die Institution Kirche heute ein Hort des Bösen, der Bereicherung, der Völlerei, der unterdrückten, heimlichen Sexualität und der Menschenverachtung. Bis auf die (noch) gläubige Basis steht sie der anderen orientalischen Religion – dem „reinen Islam“ – in diesen Punkten kaum mehr nach. Wenn man ihr gleichgültiges Schulterzuckens bei jedem „Einzelfall“ sieht, scheint ihr sogar der Anschluss an den „reinen Islam“ gar nicht schnell genug gehen zu können.
Die Zeiten für Christen sind so düster wie noch nie. Unsere Hirten als „bezahlte Knechte“ haben uns im Stich gelassen. Jeden Tag wird uns Jesu Verheißung eines „Lebens in Fülle“ stärker vorenthalten. Statt dessen gilt die immer dreistere Forderung, sich seines Talents, seiner Intelligenz, seiner Lebensaufgabe zu schämen und sich zu Gunsten der Unbegabten, Ärmeren, Perspektivloseren, der armen „Flüchtlinge“ zurückzunehmen.
Frauen als Fußsoldatinnen der schönen, neuen Welt
An vorderster Front wieder einmal Frauen und Mütter, die inzwischen durchgehend die Regierung, Schulen und Kindergärten in die Geiselhaft eines bullerbü’schen Zwangsidylls genommen zu haben scheinen, in dem jedem beim kleinesten Ausscheren die gesellschaftliche Ächtung droht.
Dies entspricht mit Sicherheit nicht Jesu Lehre. Die Institution Kirche hat m.E. fertig und das Christentum siecht dahin. Was wir brauchen, ist ein Neubeginn, eine Erneuerung basierend auf dem Urchristentum, denn „wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18, 20).
Es ist unser Geburtsrecht, unser Licht leuchten zu lassen
Denn eines wissen wir als Christen: Umkehr und Hoffnung sind jederzeit möglich. Christus ist das Licht der Welt und unsere Aufgabe ist es, unser Licht leuchten zu lassen. Selbst der „gefangene Vogel singt“ (Maya Angelou) und die Mächtigen der Welt fürchten nichts mehr, als lebendiges Christentum. Erinnern wir uns also:
„Wenn die Christen nur einmal anfingen Ernst zu machen mit ihrem Glauben, dann wäre das eine Weltrevolution, wie die Weltgeschichte noch keine gesehen hat; es würde sich hernach nicht mehr lohnen, noch irgendeine Revolution zu machen.“ (George Clemenceau)

Relotius Skandal: Bayerische Staatsregierung sponserte Preisverleihung an Fake-Journalisten mit 50.000 Euro

Das Manuskript des Grußwortes, das Ilse Aigner bei der Preisverleihung hielt, ist verschollen.
Recherchen von freie-presse.net wurden nun durch die Staatskanzlei bestätigt:

Aus Bayerns Staatskasse wurde im Jahr 2014 die an Claas Relotius vergebene Auszeichnung „journalist of the year“ bezuschusst. Die damals stellvertretende Ministerpräsidentin, Ilse Aigner (CSU), hielt ein Grußwort. Doch bei vielen Fragen, die von freie-presse.net dazu gestellt werden, schweigt die Pressestelle von Markus Söder bislang.

CNN war sich sicher in Claas Relotius das journalistische Talent schlechthin gefunden zu haben. Zumindest im Jahr 2014. Damals galt der SPIEGEL-Autor dem amerikanischen News-Netzwerk, das von US-Präsident Donald Trump als „very fake news“ bezeichnet wird, als der beste Reporter.
Im Dezember 2018 räumte der SPIEGEL ein, einen Faker beschäftigt zu haben. Der Botschafter der USA in Deutschland, Richard Grenell, verlangte mittlerweile eine unabhängige Untersuchung des Skandals, da Relotius amerikanischen Staatsbürgern – und vor allem Trump-Wählern – mit erfundenen Fakten Rassismus unterstellte.

Erst auf wiederholte Nachfrage wird die Summe offenbart

Im Jahr 2014 war man jedoch weit von einem Faktencheck entfernt. Es galt Relotius auszuzeichnen, der an jenem Abend in der bayerischen Landeshauptstadt zum Sieger unter den vermeintlich talentiertesten Mainstream-Schreibern ausgerufen wurde.
Die dazugehörige Veranstaltung fand, im Falle des im Übermaß kreativen Journalisten, passenderweise im Münchner Künstlerhaus statt. Da wollte sich die Staatsregierung nicht lumpen lassen, wie das Kultusministerium gegenüber freie-presse.net erklärte: „Die Verleihung des CNN Awards ist eine Veranstaltung mit großem nationalen und internationalen Renommee. Die Veranstaltung wurde daher in 2014 von der Staatsregierung gefördert, um den Medienstandort Bayern und München zu stärken.“
Gute eine Woche und etliche Nachfragen später räumt heute eine Sprecherin der Staatskanzlei ein: „Die Veranstaltung ´CNN Journalist Award 2014´ wurde vom damals zuständigen Bayerischen Wirtschaftsministerium mit 50.000 € gefördert.“

„Den Medienstandort München stärken“

Das ist nicht der einzige Versuch der Staatsregierung, „den Medienstandort München zu stärken“. Schon die Gründung der Medientage GmbH, damals noch durch Edmund Stoiber (CSU), gehörte dazu. Entsprechend war auch die Münchner Medientage GmbH bei der Preisverleihung vertreten. Die Medientage München bezeichnen sich selbst auf ihrer Internetseite als „eine der führenden Medienfachveranstaltungen in Europa“.
Doch weder den staatlich bezuschussten „Medienfachleuten“ noch der Staatsregierung selbst ging auf, dass hier ein Fake News Produzent ausgezeichnet wurde. Man habe inhaltlich nicht mitgewirkt, rückt das Kultusministerium mittlerweile von der Entscheidung der Staatsregierung ab. Wie diese damals zu der Veranstaltung genau stand, bleibt unklar. Das Manuskript des Grußwortes der stellvertretenden Ministerpräsidentin ist angeblich nicht mehr vorhanden.
Was richtig ist, bekommt der Bürger in Bayern von einer Behörde mitgeteilt
War die bayerische Politik bei einem Journalisten unkritisch, der seine Geschichten passend für Mainstream und etablierte Politik zusammenlog, will die Staatsregierung jedoch an anderer Stelle gegen Fake News vorgehen – und spricht sich entsprechende Kompetenz zu. Die Landeszentrale für politische Bildung wurde in der letzten Sitzung vor dem Einzug der AfD in den bayerischen Landtag am 27. September 2018 mit der neuen Aufgabe, gegen Fake News vorzugehen und zusätzlich 12 Personalstellen ausgestattet. Die Landtagsdebatte ist entlarvend. Es wird klar: Der Staat und die etablierten Parteien wollen Vorgaben über richtig oder falsch machen. Zudem waren sich alle Parteien einig, dass es zu verhindern gelte, die AfD in den Verwaltungsrat der Behörde einziehen zu lassen.
Ganz unter sich legten CSU, SPD, Grüne und Freie Wähler in der letzten Sitzung der Landtagswahl einstimmig fest: „Die Landeszentrale verifiziert Fake News und entlarvt so die auf ihnen gründenden Hassbotschaften“. So weit die Begründung zum Gesetzestext.
Neben vielen anderen Fragen ließen die Pressestellen der Staatskanzlei und der übrigen beteiligten Behörden insbesondere unbeantwortet:

Wie die Landeszentrale für politische Bildung vorgegangen wäre, um den Fake News Journalisten Claas Relotius zu „entlarven“. Was aber ist die (Legal)Definition von „Hassbotschaften“? In der Begründung zum Gesetz und dem Gesetz selbst findet sich nichts. Auch Staatskanzlei und Kultusministerium sahen sich zu einer Antwort außerstande.
Aufarbeitung des Relotius Skandals steht noch aus
Möglicherweise wäre es angesichts der vielen offenen Fragen eine lohnenswerte Aufgabe für die Landeszentrale für politische Bildung, die von Botschafter Grenell geforderte Untersuchung des Relotius Skandals vorzunehmen. Dabei könnte sie nicht nur eine Definition für „Hassbotschaft“ entwickeln, sondern auch der Frage nachgehen, ob das Unterstellen von Rassismus nicht ebenfalls eine Hassbotschaft sein könnte.
P.S.: Freie-presse.net wird diesen Fall und die Entwicklung der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildung weiter seine journalistische Aufmerksamkeit widmen. Denn es sind noch viele offene Fragen zu klären. Diese wurden zwar durch uns gestellt, deren Beantwortung aber bislang verweigert. Hier unser Fragenkatalog, dessen (vollständige) Beantwortung uns bislang verweigert wurde:
Fragen 1 bis 6 sind (weitgehend) beantwortet. Offen blieben:

7.) Warum erkannte die Bayerische Staatsregierung nicht, dass hier ein Fake News Reporter ausgezeichnet wurde?

8.) Welche Fake News waren für die Bayerische Staatsregierung Anlass, die Landeszentrale für politische Bildung mit der Aufgabe der Verifizierung von Fake News zu betrauen (bitte umfangreich darstellen)?

9.) Wie haben die von der Bayerischen Staatsregierung in Frage 8 genannten Fake News nach Einschätzung der Staatsregierung die politische Debatte in Bayern beeinflusst (bitte die Einschätzung zu der jeweils ausgemachten Fake News zuordnen)?

10.) Welche (zusätzlichen) Kompetenzen werden der Landeszentrale für politische Bildung an die Hand gegeben, um solche Fake News Artikel wie des SPIEGEL und anderer – von Herrn Relotius bedienten – Medien zu „entlarven“?

11.) Ist die von Herrn Relotius mit der Falschbehauptung „Mexicans stay out“ „belegte“ oder vielmehr gefälschte vermeintliche Ablehnung Fremder durch US-Amerikaner (und Trump Unterstützer) in sich selbst wiederum eine der in der Gesetzesbegründung genannten Hassbotschaften gegenüber us-amerikanischen Staatsbürgern und oder Trump Wählern?
11.1 Wie definiert sich Hassbotschaft bzw. gibt es hierfür eine Legaldefinition und wie lautet diese?

12.) Wird die Landeszentrale für politische Bildung eine durch Botschafter Grenell geforderte Untersuchung hinsichtlich der Fake News des SPIEGEL (und anderer Medien) geben?

13.) Wenn ja: wie wird sich diese gestalten?

14.) Wenn nein: warum nicht?

15.) Was wird die Landeszentrale für politische Bildung bzgl. der von ihr so festgestellten Fake News von DER SPIEGEL und anderen unternehmen?

16.) Wird die Bayerische Staatsregierung bei Medien, die Fake News verbreiten oder verbreitet haben, (weiterhin) Anzeigen schalten?

17.) Wenn die im September 2018 beschlossene Neugestaltung der Landeszentrale für politische Bildung schon umgesetzt gewesen wäre, als Herr Relotius noch nicht enttarnt war: Wie hätte sich das „Entlarven“ der fraglichen Fake News seitens der Landeszentrale gestaltet; mit anderen Worten: wie wäre die Landeszentrale vorgegangen?

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